Tinnitus - Lärm und Laute aus dem Inneren

Tinnitus ist der medizinische Fachbegriff für Ohrensausen oder Ohrgeräusche. Diese Geräusche werden wahrgenommen, obwohl es für sie keine äussere Quelle gibt. Das heisst, die Geräusch entstehen im eigenen Körper und werden extrem deutlich wahrgenommen, obwohl sie normalerweise nicht hörbar sind (Beispiele sind pulsierendes Blut in den Schläfen, Adern oder im Ohr). Es handelt sich hierbei um eine Empfindungsstörung im Hörsystem. Diese Töne können als brummende, pfeifende, rauschende oder zischende Geräusche auftreten und entweder in einer konstanten oder immer wieder wechselnden Lautstärke empfunden werden.

Ist der Tinnitus als Folge eines Hörsturzes (verursacht durch Stress) entstanden, nehmen Klienten die plötzlich auftretenden Ohrgeräusche als extrem unangenehm und belastend wahr. Das gilt besonders in der Phase der Krankheitsentstehung. Wenn die Geräusche jedoch nur ab und zu auftreten, muss man sich keine Sorgen machen. Viele Menschen hören körpereigene Geräusche, die von anderen nicht wahrnehmbar sind. Gerade Jugendliche, die oft sehr laute Musik in Diskotheken oder auch unter Kopfhörern wie mit iphones oder anderen mobilen Dateiträgern hören, können unter Tinnitus-artigen Symptomen leiden. Die Beschwerden legen sich in der Regel wieder, wenn ausreichend in lärmfreien Umgebungen geschlafen wird.

Tinnitus organisch oder stressbedingt?

Treten diese Ohrgeräusche jedoch über längere Zeit auf, könnte es sich um Tinnitus handeln. Aus einem akuten Tinnitus kann sich nach etwa 3 Monaten ein chronischer Tinnitus entwickeln, der Klienten entscheidend in ihrer Lebensqualität einschränkt.
Viele Klienten berichten von einem erstmaligen Auftreten nach enormer psychischer Anspannung, Schlaflosigkeit, Medikamentenkonsum, plötzlich erlebter lauter Knall oder einer längeren Periode unter Stress. Aber auch organische Ursachen wie Hirntumore oder eine Innenohrerkrankung wie Morbus Menière können als Ursache hinter der Entstehung eines Tinnitus stecken. Warum sich eine solche Fehlfunktion im Hörsystem entwickelt, konnten Mediziner noch nicht vollständig aufdecken. Chronischer Tinnitus ist oftmals nicht physiologisch erklärbar.
Ihr HNO-Spezialist wird Ihnen bestätigen können, ob Ihr Tinnitus aufgrund eines organischen Schadens entstanden ist oder stressbedingt.

Hypnotherapie bei Tinnitus

Liegen Ihrer Tinnitus-Erkrankung keine organischen Störungen, sondern stressbedingte Ursachen zugrunde, kann ein hypnotherapeutisches Verfahren mit hoher Wahrscheinlichkeit positive Wirkung zeigen. In diesem Fall wird Hypnose die stressauslösenden Faktoren und Emotionen bearbeiten. In einer analytischer Hypno-Coaching-Sitzung werden die emotionalen Ursachen direkt an der Wurzel, wo sie entstanden sind, gefunden und aufgelöst. Hier wird nun ein neues positives Grundempfinden, das zuvor gemeinsam definiert wurde, verankert. Durch Hypnose lernen Klienten mit extrem störenden Ohrgeräuschen viel besser umzugehen und diese in ein erträgliches Mass umzuwandeln. Ausserdem wird die ständigen Fokussierung auf die im Inneren wahrgenommenen Töne unterbunden. Konzentrieren sich Klienten zu sehr auf die Ohrgeräusche, wirkt das im Verlauf der Tinnitus-Erkrankung verstärkend auf die Gesamtsymptomatik. Der Tinnitus löst also Angst und Stress aus, die zugleich als Faktoren für die Entstehung der Erkrankgung gelten. Wird hingegen ein gelasseneres Verhältnis zu den Geräuschen entwickelt, nimmt die Intensität der Wahrnehmungen wie von selbst deutlich ab.

Halten die Geräusche lange an, können sich noch zudem noch störende Ängste entwickeln, die den Heilverlauf weiter verschlechtern und andere Probleme auslösen können. Hier setzt Hypnose an, um zunächst Angstempfinden aufzulösen und die Stressanfälligkeit zu senken. Mit entspannenden Hypnosetherapien sind enorme positive Erfolge geleistet worden. Klienten berichten von einer entscheidenden Verbesserung der Beeinträchtigung ihres Hörens und von der Rückgewinnung ihrer Lebensfreude. Hypnotische Interventionen können Tinnitus unter Umständen auch vollständig heilen.

 

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