Stottern

 

Jeder Betroffene weiss, wie sehr das Stottern das Leben einschränken kann. Oftmals löst allein die Angst vor bestimmten Worten oder Situationen das Stottern aus - wie von selbst. Viele Stotterer leiden unter Scham oder einem eingeschränkten Selbstbewusstsein, ja geben sich oft sogar die Schuld, nicht das erreichen zu können, was ohne Stottern möglich wäre. Oft fällt es Stotterern schwer, ihr Gegenüber beim Sprechen überhaupt richtig anzusehen. Der Blick senkt sich, weicht dem Augenkontakt aus oder wird auf andere Objekte fixiert. Viele Stotterer versuchen, schwierige Worte oder Situationen zu vermeiden, die zum Stottern führen, um die unangenehme Situation zu umgehen. Dieser Leidensdruck verbessert die Lage nicht, sondern kann zu weiterer Angstsymptomatik führen.

Können Sie sich daran erinnern, wann Ihr Stottern begann? Gibt es Augenblicke, wenn Sie allein sind, in denen dieselben Worte, welche unter Druck das Stottern "anschalten", plötzlich problemlos ausgesprochen werden können?

In einer Vielzahl der Fälle entwickelt sich die Sprechstörung Stottern aufgrund eines Ereignisses in der Kindheit. Mittels hypno-analytischer Methoden können diese Ursachen gezielt gefunden und direkt an der Quelle aufgelöst werden. Das kann entweder zu einer erheblichen Verbesserung der heutigen Situation oder sogar zu einer vollständigen Heilung führen.

Sprachprobleme wie Stottern durch Hypnose heilen

Viele Jahre galt das Stottern aus Sicht der Schulmedizin als unheilbar. Mittlerweile bestätigen zahlreiche Studien, dass die Anwendung von Hypnotherapien Stotterer endgültig von ihrem Leiden befreien kann. Es gibt aber nur wenige Krankheiten, bei denen Fachleute derart unterschiedlicher Meinung sind und völlig verschiedene Heilmethoden angewandt werden wie beim Stottern.

Seit den 90er Jahren konnten mit Hypnosebehandlungen und Naturheilverfahren Tausende Stotterer erfolgreich geheilt worden. Die Betroffenen hatten zuvor etliche Versuche mit anderen Therapien unternommen, jedoch ohne Erfolg. Bewährt hat sich eine Behandlung aus speziellen Atemtechniken und Hypnotherapie, mit denen Stotterer von ihrer Sprechstörung befreit werden.

Die Hypnose setzt dort an, wo die Ursache für das Auftreten des Stotterns liegt. Es handelt sich - darin ist sich die Fachwelt einig - um eine Fehlfunktion im menschlichen Gehirn. Nicht physische Probleme lösen die Sprachprobleme aus, sondern mentale. Denn mehrfach unter Hypnose können Stotterer plötzlich flüssig und locker sprechen. Das bedeutet, das Unterbewusstsein kennt den Grund fürs Stottern. Ihr Hypnosetherapeut wiederum kennt Weg zum Unterbewusstsein und kann den Klienten leiten, sich letztlich selbst zu helfen. So können alte Wunden geheilt und unter Verwendung der eigenen Ressourcen ein neues Lebensgefühl entwickelt werden. Viele Stotterer können unter Hypnose flüssig sprechen und sogar singen. Sie haben nur im bewussten Wachzustand Probleme beim Sprechen.

Ursachen des Stotterns sind Ängste oder Traumata

Wie bei vielen anderen Leiden, liegen dem Problem des Stotterns mangelndes Selbstwertgefühl und Ängste zugrunde. Per Hypnose können die Gründe hierfür aufgedeckt und aufgelöst werden. Nicht das Symptom der Spachstörung wird behandelt, sondern das verursachende Moment aufgesucht. Nur so lässt sich sicherstellen, das Stotterer langfristig geheilt werden. Bislang wurde in Heilverfahren das Stottern meist an der Oberfläche behandelt. D.h. Betroffene wurden darin trainiert, Methoden anzuwenden, die helfen sollen, Situationen als weniger stottergefährdend einzuschätzen.

Interessanterweise stammt ein Drittel der Stotterer aus Familien, in denen zuvor auch schon einmal gestottert wurde. Es wird also angenommen, dass eine genetische Disposition zugrunde liegt. Viele Stotterer leiden zudem unter einem leicht hypernervösen Verhalten und neigen zu starken emotionalen Schwankungen. Auch körperliche, soziale und psychische Faktoren spielen eine Rolle. Dennoch ist das Stottern kein organisch begründetes Problem, kann aber zu körperlicher Symptomatik führen. In den meisten Fällen liegt ein als belastend empfundenes Erlebnis aus der frühen Kindheit zu Grunde, das im Unterbewusstsein abgespeichert ist.

Wann und warum entwickelt sich das Stottern?

Viele Stotterer beginnen von einem Tag auf den anderen, ihr Sprachproblem zu entwickeln und können nicht mehr flüssig und ruhig sprechen. In den meisten Fällen löst sich das Problem von selbst wieder auf. Doch, wenn der Betroffene besonders sensibel ist und ständig von der Umwelt auf sein zunächst erst einmal leicht entwickeltes Sprachproblem aufmerksam gemacht wird, verstärkt sich das Leiden. Gerade Heranwachsende reagieren überempfindlich auf die Meinung ihrer Mitmenschen. Hänseleien in der Schule oder Druck von den Eltern verschärfen die Situation. Die Lage spitzt sich weiter zu – der Betroffene versucht immer angestrengter, bewusst flüssig zu artikulieren. Doch je mehr sich das Bewusstsein in den natürlichen, sonst vom Unterbewusstsein als flüssig gelenkten Sprechvorgang einmischt, umso grösser wird das Problem. Wenn sich als peinlich und beängstigend empfundene Situationen, in denen der Sprecher vor anderen stottert, wiederholen, kann das Sprechen mit einer tief empfundenen Angst verknüpft werden. Viele Stotterer ziehen sich zurück und versuchen, das Sprechen zu vermeiden. Dadurch wird die Störung verschärft.

Symptome und körperliche Folgen durch Stottern

Beim Stottern handelt es sich um eine auffallend häufige Unterbrechung des Redeflusses. Das sonst unbewusst gelenkte flüssige Sprechen wird durch plötzliches Stocken vor Silben, einem Phonem oder einem Wort unterbrochen. Hierdurch kommt es zu Verzögerungen, Verkürzungen oder Dehnungen von Buchstaben und Lauten oder es werden Worte und Satzteile wiederholt. Teilweise werden nicht notwendige und unpassende Zwischenlaute eingeschoben.

Neben den Störungen des Sprechens leiden die Betroffenen meist noch unter einer ungleichmässigen Atmung, die das Sprechen zusätzlich erschwert. Auch können Muskelfunktionen, die den Sprechakt beeinflussen, gestört und nicht richtig koordiniert werden. So kommen noch zusätzlich körperliche Belastungen hinzu: Offener, verkrampfter Mund, Aufeinanderschlagen der Zähne, ruckartiges Bewegen der Zunge und des Kopfes, mitunter des ganzen Körpers und Schnappatmung im Stotterrhytmus.

Es wird allgemein zwischen zwei Arten des Stotterns unterschieden. Je nach Art der Unterbrechung beim Sprechfluss handelt es sich um eine tonische oder klonische Störung.

Klonisches Stottern
Klonisches Stottern äussert sich durch meist kurzes, schnell aufeinanderfolgendes Zusammenziehen (Kontraktion) der Sprechmuskeln. Dabei erfolgen typischerweise "klopfende oder schlagende" Wiederholungen der Laute, Silben und Worte. Ist das Wort ausgesprochen, wird es meist extrem gedehnt. (le-le-le-le-le-leise oder do-do-do-do-do-dort).

Tonisches Stottern
Beim tonischen Stottern verkrampfen sich die Sprechmuskeln erheblich länger. So muss der Betroffene vor Aussprache des schwierigen Wortes oft mit angehaltener Atmung mehrere lautlose Pressversuche unternehmen, bevor er weitersprechen kann. Mitunter kann der zweite Teil eines Satzes durchaus schnell und flüssig beendet werden (---------ich- -----will etwas sagen!). 

Diese Sprechkrämpfe in der Muskulatur können verhältnismässig lange anhalten und oft nur unter grosser körperlicher Anstrengung aufgelöst werden. Mitunter sind auch deutliche Laute zu hören, die durch das Aneinanderschlagen von Stimmbändern ausgelöst werden und sich wie ein leises Knattern anhören. Beide Arten des Stotterns treten einzeln, aber auch kombiniert, auf.

Stotterer "verlernen" unter Hypnose das Stottern

Hypnotherapeutische Ansätze lösen das Problem anders auf. Der Betroffene kann in Trance fehlerfrei sprechen und sich selbst als Nicht-Stotterer erleben. Dieses wohltuende Erlebnis wird verstärkt und verankert. Der Stotterer kann nun immer wieder auf diese Erfahrung, die auf seinen eigenen Fähigkeiten als Normalsprecher beruht, zurückgreifen und sich sicher fühlen. In Tiefenhypnose werden zudem frühere Erlebnisse aufgelöst, die als Ursache für das erstmalige Auftreten des Stotterns gefunden wurden. Das Erlebnis der Vergangenheit wird neutralisiert, so dass keine schlechten Gefühle mehr ausgelöst werden.

Weitere Informationen zum Ablauf der Hypnosesitzung erhalten Sie jederzeit telefonisch oder auf unserer Website unter den häufig gestellten Fragen.

 

 

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