Digitale Süchte

 

Die neuen Kommunikationsmittel sind Fluch und Segen für die meisten Menschen. Während die ständige Verfügbarkeit des Internets durchaus ihre Vorteile hat, bedeutet die permanente Erreichbarkeit und Informationsflut aber auch eine hohe psychische Belastung. Immer mehr Menschen leiden darunter, nicht mehr Privates von Beruflichem unterscheiden zu können, weil die Arbeit nicht im Büro bleibt, sondern sie permanent verfolgt. Per Smartphone, Ipad oder sonstigen mobilen Geräten sind die meisten Arbeitnehmer heute ständig an- und abrufbar. Ein hoher Stressfaktor, der zugleich eine grosse Abhängigkeitsgefahr darstellt.

Krankenkassen stellen fest, dass immer mehr Arbeitnehmer aufgrund von Depressionen krankgeschrieben werden, die sich direkt auf den Arbeitsdruck durch ständige Kommunikation zurückführen lassen. Der Zwang, ständig reagieren und auf Anfragen reagieren zu müssen, sorgt für enormen inneren Druck. Von den meisten Menschen in der heutigen Arbeitswelt wird erwartet, dass das Handy stets griffbereit ist, SMS, Apps und Mails innerhalb kurzer Zeit gecheckt werden, auf Facebook oder per Google Talk auf reagiert wird. Diese permanente Erreichbarkeit und Informationsflut kann nachweislich depressiv machen.

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Zudem wächst die Sucht, sich vermeintliche soziale Kontakte durch pseudo-soziale Netzwerke wie Facebook, Google+ und Chatrooms zu schaffen. Statt echte Freundschaften zu pflegen und wirkliche Erlebnisse zu teilen, werden immer mehr irreale Beziehungen in der virtuellen Welt geschlossen und gepflegt. Gerade unter sozialen Ängsten leidende Menschen finden hier eine vermeintlich bequeme Scheinwelt vor, die sie teilweise der wirklichen Welt vorziehen. Kommt es zu echten Begegnungen, treten enorme Unsicherheiten auf und normaler sozialen Austausch stellt sich extrem problematisch dar.

Die zudem immer häufiger auftretenden Konzentrationsstörungen und Probleme beim Zuhören und Einlassen auf andere Menschen ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen zu einem enormen Problem geworden. Teilweise wurden sogar Störungen in der Sprachentwicklung bei Kindern unter 3 Jahren festgestellt, wenn diese schon in jungen Jahren mit Computern konfrontiert werden. Sowohl Kinder als Erwachsene leiden unter zunehmender Einsamkeit durch Mangel an echten sozialen Kontakten und dies führt zu emotionaler Verarmung.

Auch in unserer Praxis in der HypnoTherapie merken wird immer mehr, wie viele Menschen sich als Opfer der ständigen mobilen Erreichbarkeit und der Sucht nach ständiger Kommunikation überfordert fühlen. Abschalten können, und zwar ohne schlechtes Gewissen, fällt vielen Menschen sehr schwer. Kaum jemand vermag im Urlaub sein Mobiltelefon auszuschalten.

Hypnose setzt genau hier an, wo solche Probleme Gefahr laufen, dass Leben zu sehr negativ zu beeinflussen, wo Suchtgefahr besteht und Handlungen scheinbar nicht mehr kontrollierbar sind.

Rufen Sie uns an, gerne geben wir Ihnen weitere Auskünfte!

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