Wissenswertes über die Angst

Wieso Angst eigentlich Sinn macht

Angeborene Ängste

Die Ursachen der meisten Ängste reichen bis weit zurück in unsere Kindheit und sind im rudimentären Sinn gesprochen, ein ganz natürlicher angeborener Schutz.
Schon direkt nach der Geburt ist jedes Kleinkind mit zwei Urängsten ausgestattet; einerseits der Angst zu fallen und andererseits der Angst vor plötzlich auftretenden, lauten Geräuschen.
Warum ist das so? Nun, die Angst zu Fallen wird ausgelöst, sobald sich das Kleinkind zu nahe an einem Abgrund befindet; es fühlt sich sofort nicht mehr wohl und bekommt Beklemmungsgefühle. Diese vage Angst wird als unklare Bedrohung interpretiert und löst einen natürlichen Fluchtreflex aus. Das Kind fühlt sich zusätzlich in seiner ungewohnten Situation stark bedroht und handelt unbewusst reflexartig - also, so schnell wie möglich weg von diesem, für mich so gefährlichen Ort!

Wie manifestiert sich Angst?

Wenn unser Unterbewusstsein auf eine aussergewöhnliche Situation mit Beklemmung, Furcht, Angst, Phobien oder gar Panikattacken reagiert, ist es durchaus möglich, dass Sie als unmittelbar Betroffener, den eigentlichen wahren Auslöser dieser Angstwahrnehmung gar nicht kennen. 

Unser menschliches Handeln und Streben ist immer zielorientiert und "passt" sich an die Angstsituation an. Daraus folgt eine umgehende Vermeidungshaltung der immer wiederkehrenden allgemeinen Beklemmungsgefühle und unbequemen Situationen.

Nehmen wir an, eine Person leidet seit Jahren unter einer Klaustrophobie (Platzangst). Aufgrund eines Vorstellungstermins muss diese Person nun zu einem Interview bei der Firma XY, deren Büros im fünften Stock eines Geschäftshauses liegen. Allein der Anblick des Aufzugs löst bei der betreffenden Person latente Angst- und Beklemmungsgefühle. Die Wartezeit, bis sich die Fahrstuhltür öffnet kann so spannungsreich sein, dass diese durchaus zu einer Panikattacke führen kann.

Die blosse Vorstellung der angstgeplagten Person, gleich den Lift benützen zu müssen und in der engen Aufzugskabine eingeschlossen zu sein, löst unangenehme Beklemmungszustände aus, die sich potenzieren. Die Lage gerät ausser Kontrolle.

Als Konsequenz wird diese Person im wahrsten Sinne des Wortes fluchtartig die Situation ändern wollen, die Wartezone verlassen und unmittelbar den Treppenaufgang suchen, und das 5. Stockwerk zu Fuss erklimmen.

Auf dieses Verhalten angesprochen, wird der logische und rationale Verstand der Betroffenen mit allerlei plausiblen Erklärungen und Ausreden reagieren. Dann kommen Antworten wie "Ich muss ohnehin ein paar Kilo abnehmen!" bis hin zu "Bewegung tut mir schliesslich gut!".

Obschon diese Aussagen an sich Sinn machen, sind sie allesamt doch rationale Erklärungen. Wie wir sehen können, hat die Angst in diesem Beispiel perfekt funktioniert - die angst- und furchtauslösende Enge der Lift-Kabine wurde somit vermieden! Damit ist jedoch die Wurzel des Übels noch nicht behandelt. Der Betroffene wird immer wieder in die gleiche Situation tappen und Fluchtreaktionen zeigen.

Klaustrophobie

Wie lernt unser Unterbewusstsein?

Unser Unterbewusstsein beginnt meist sehr früh in der Entwicklung mit einem intensiven Lernprozess, der niemals aufhört. Wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass das Unterbewusstsein für uns - in völlig losgelöst von jeder bewussten Beeinflussung - Tag und Nacht ununterbrochen tätig ist.  
Alle prägenden Ereignisse sind mit einem starken Gefühl der Angst verbunden. Der heutige Auslöser (Trigger) dieses Programms - der Angst - muss nicht derselbe sein, wie der Auslöser in der Vergangenheit! Das Unterbewusstsein lernt ohne kritisches Hinterfragen der Situation. So können im Laufe der Zeit Prägungen entstehen, welche der rationale Verstand überhaupt nicht mehr einordnen oder nachvollziehen kann.
Das vegetative Nervensystem wird ebenfalls massiv durch das Unterbewusstsein gesteuert. Angstzustände können sich innerhalb weniger Sekunden zum Beispiel auf unsere Verdauung auswirken!

Wie werden Ängste aufgelöst?

Vereinfacht gesprochen - indem die wahre Ursache aufgedeckt wird und dann im Unterbewusstsein die früher entstandenen "Wunden" geheilt werden. Dieser Prozess kann mit dem "herausziehen" des Fadens einer Perlenkette verglichen werden. Stück für Stück wird das alte Programm (weches heute zu der Angst führt) aufgelöst.

In der Regel kann dieser Prozess innerhalb von 2 Sitzungen durchgeführt werden - danach ist die Angst aufgelöst, das Unterbewusstsein kann sich an die neue, freie Situation anpassen und ein freies Leben ermöglichen, ein Leben OHNE ANGST!

Gerne geben wir Ihnen telefonisch weitere Auskünfte!

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