Alkohol im Übermass

Beim Thema Alkohol scheiden sich die Geister. Immer wieder ist in wissenschaftlichen Studien zu lesen, dass gemässigter Weingenuss sogar gesünder ist als gar kein Alkohol. Das hören Geniesser sicher gern, während Gesundheitsapostel den Zeigefinger heben. Laut einer niederländischen Untersuchung zum Alkoholgenuss wirkt ein täglich getrunkenes halbes Glas Wein bei Männern lebensverlängernd. Demnach lebt der Weingeniesser fünf Jahre länger als ein Antialkoholiker - wenn er sich ans richtige Mass hält. Für Südländer ist der tägliche Genuss von Wein seit alters Herr eine Binsenweisheit.

Doch in den meisten Ländern des Westens ist die Selbstdisziplin bei Genussgütern keine leichte Sache. Suchtprobleme treten immer häufiger auf und der falsche Umgang mit Alkohol kann zu schweren körperlichen wie auch seelischen Schäden führen.

Social Drinking - Trügerisches Wohlbefinden

Eine trügerische Angewohnheit, die zu einem regelmässigen erhöhten Alkoholkonsum geführt hat. Denn vor allem Jugendliche neigen zum Kontrollverlust und übertreiben den Alkoholgenuss. Die Verbindung von dem angenehm empfundenen Geselligkeit und dem Alkoholkonsum kann zu einer fest eingeschliffenen Verhaltensform führen. Bestimmte Situationen sind neu quasi neu geprägt worden, wiees Verhaltensforscher, Therapeuten oder auch wir Hypnose-Spezialisten ausdrücken würden.

Zum Zusammensein gehört selbstverständlich das Glas Wein oder Bier dazu. So wird oftmals immer mehr unbewusst und vor allem aus Gewohnheit Alkohol konsumiert. Mitunter kann das als anfangs harmlos empfundene Social Drinking so weit innerlich manifestiert haben, dass auch ohne Gesellschaft regelmässig getrunken wird. Denn, es darf nicht vergessen werden, dass nicht nur Verhaltensweisen zu Ritualen führen, sondern Alkohol auch eine Droge ist, die zur Sucht führt.

Denn von vielen Menschen wird Alkohol als angenehm empfunden, weil er eine sehr entspannende Komponente beinhaltet. Er lässt vermeintlich sofort abschalten, vom stressigen Tagesablauf eine Auszeit nehmen und den Geist auf Ruhe umpolen. Doch das muss nicht mit der Wirkung des Alkohols zusammenhängen, sondern eher mit der damit verbundenen Pause, die man sich gönnt. Die meisten Menschen verharmlosen ihre Trinkgewohnheiten und tun Alkohol als Alltagsdroge ab. Betroffen sind hiervon alle sozialen Schichten. Vom Top-Manager bis zum Hilfskoch reicht das Spektrum derer, die im Alkohol bei Berufstress oder Beziehungsproblemen Entspannung und Trost suchen.

Eine weitere eher unbekannte Komponente ist der psychische Nebeneffekt der durch Alkohol erzielten Gelassenheit. Alkoholkonsum kann über ein reduziertes Selbstwertgefühl hinwegtäuschen und dabei andere, aber auch sich selbst blenden. Mut antrinken, um eine schwierige Situation zu meistern, gehört gerade bei Jugendlichen zu den großen Verlockungen.

 

Alkohlabhängigkeit durch frühe Traumata

Früh erlebte Traumata in der Kindheit können verbunden mit der erlebten Alkohlabhängigkeit eines Elternteils zu tiefen Prägungen führen. Diese Prägungen können sich im Laufe des erwachsenen Lebens zu einer eigenen Abhängigkeit manifestieren. Erstaunlich oft werden ausgerechnet die Verhaltensweisen der nahestehenden Menschen wie der Eltern später im eigenen Leben kopiert, obwohl sie als Kind als unerträglich empfunden wurden.

Die Gefahr des Alkohols beginnt dann, wenn der Mensch so viel trinken "muss", um einen zufriedenen Zustand zu erreichen. Hierduch wird das Mass des Trinkens ständig vergrössert.

Per Hypnose kann dieses ausser Kontrolle geratene unerwünschte Verhaltensmuster korrigiert werden, wenn die tieferen Ebenen des Unterbewusstseins erreicht werden. Per gezielter Suggestion wird der Klient innerlich unterstützt, seinen Alkoholkonsum zu kontrollieren, d.h. Mass zu halten.

Analytisches Hypno-Coaching führt innert kurzes Zeit zu den Wurzeln der Prägung und kann diese direkt an der Quelle auflösen. Dennoch gilt auch hier: Der echte Wille und die Motivation, etwas ändern zu wollen, muss zu 100% vom Klienten aufgebracht werden.

Bitte kontaktieren Sie Ihren Hausarzt, um allfällig bereits aufgetretene, körperliche Einschränkungen und deren Behandlung zu besprechen! Bei Suchtproblemen oder dem Verdacht auf eine ernsthafte Krankheit arbeiten wir mit dem behandelnden Arzt zusammen, um Klienten auf den richtigen Weg der Heilung zu leiten. Wir kooperieren auch mit Kliniken, die eine stationäre Betreuung zur Entwöhnung bei Alkoholsucht anbieten.
 
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